EDX

Mikroanalytik mit energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDX)

Die energiedispersive Röntgenspektroskopie (EDX) erlaubt eine lokale Elementanalyse im mikroskopischen Maßstab. Über den Elektronenstrahl werden im Rasterelektronenmikroskop die Atome im betreffenden Probenbereich zur Emission einer  für die jeweiligen Elemente  charakteristischen  Röntgenstrahlung  angeregt. Das so erzeugte Röntgenspektrum kann sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgewertet werden. Durch Bewegung des Elektronenstrahls über die Probe können Elementverteilungen entlang einer Linie (Line Scans) oder zweidimensionale Elementverteilungsbilder aufgenommen werden. So können Strukturen bis zu einer Größe von wenigen µm aufgelöst werden.

Anwendung:

• Chemische Analyse von Einschlüssen, Ausscheidungen und
   sonstigen Fremdphasen in Werkstoffen
• Nachweis von Korrosionsprodukten
• Nachweis von inhomogenen Elementverteilungen (Seigerungen)
• Untersuchung von Diffusionsvorgängen und gradierten Schichten

• Untersuchung von Aufmischungen in Schweißverbindungen

Beispiele:

Dross in GJS
Untersuchung von Schlackeeinschlüssen in Gusseisen: Hier handelt es sich um Dross, eine Mg-Si-O-Verbindung, die häufig in Kombination mit Zunder auftritt, und die sich während der Magnesiumbehandlung der Gusseisen-schmelze gebildet hat. Auf der mechanisch bearbeiteten Bauteiloberfläche erschien der Fehler hier als makroskopisch erkennbarer Riss.

 

Elementverteilungsbild von Si
Elementverteilungsbild von Silizium in einer meliert erstarrten Gusseisenprobe. Neben den Graphitkugeln sind die an Silizium verarmten karbidischen Bereiche deutlich zu erkennen.